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<title>Cooloola</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><i>Cooloola</i></h1>
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<table cellpadding="2" class="float-right taxobox infobox" id="Vorlage_Taxobox" style="width:300px;margin-top:0.5em;" summary="Taxobox">
<tbody><tr>
<th><i>Cooloola</i>
</th></tr>


<tr>
<td class="taxo-bild" style="font-size:smaller;">
<p><i>Cooloola propator</i>
</p>
</td></tr>


<tr>
<th><a href="Systematik_(Biologie)" title="Systematik (Biologie)">Systematik</a>
</th></tr>
<tr>
<td>
<table class="toptextcells" style="width:100%;">
<tbody><tr>
<td><i><a href="Klasse_(Biologie)" title="Klasse (Biologie)">Klasse</a>:</i>
</td>
<td><a href="Insekten" title="Insekten">Insekten</a> (Insecta)
</td></tr>
<tr>
<td><i><a href="Ordnung_(Biologie)" title="Ordnung (Biologie)">Ordnung</a>:</i>
</td>
<td><a href="Heuschrecken" title="Heuschrecken">Heuschrecken</a> (Orthoptera)
</td></tr>
<tr>
<td><i><a href="Ordnung_(Biologie)" title="Ordnung (Biologie)">Unterordnung</a>:</i>
</td>
<td><a href="Langf%C3%BChlerschrecken" title="Langfühlerschrecken">Langfühlerschrecken</a> (Ensifera)
</td></tr>
<tr>
<td><i><a href="Familie_(Biologie)" title="Familie (Biologie)">Überfamilie</a>:</i>
</td>
<td>Stenopelmatoidea
</td></tr>
<tr>
<td><i><a href="Familie_(Biologie)" title="Familie (Biologie)">Familie</a>:</i>
</td>
<td>Cooloolidae
</td></tr>


<tr>
<td><i><a href="Gattung_(Biologie)" title="Gattung (Biologie)">Gattung</a>:</i>
</td>
<td><i>Cooloola</i>
</td></tr>

</tbody></table>
</td></tr>








<tr>
<th><a href="Nomenklatur_(Biologie)" title="Nomenklatur (Biologie)">Wissenschaftlicher Name</a> der&nbsp;<a href="Familie_(Biologie)" title="Familie (Biologie)">Familie</a>
</th></tr>
<tr>
<td class="taxo-name">Cooloolidae
</td></tr>
<tr>
<td class="Person">Rentz, 1980
</td></tr>
<tr>
<th><a href="Nomenklatur_(Biologie)" title="Nomenklatur (Biologie)">Wissenschaftlicher Name</a> der&nbsp;<a href="Gattung_(Biologie)" title="Gattung (Biologie)">Gattung</a>
</th></tr>
<tr>
<td class="taxo-name"><i>Cooloola</i>
</td></tr>
<tr>
<td class="Person">Rentz, 1980
</td></tr>

</tbody></table>
<p><i><b>Cooloola</b></i> ist eine Gattung der Heuschrecken und einziger Vertreter der Familie <b>Cooloolidae</b>. In der ausschließlich aus Australien bekannten Gattung wurden bisher vier Arten beschrieben. Die erstbeschriebene Art wurden von ihrem Erstbeschreiber David Rentz (damals <a href="CSIRO" class="mw-redirect" title="CSIRO">CSIRO</a>) aufgrund der ungewöhnlichen Morphologie etwas plakativ als „Cooloola Monster“ bezeichnet und ist unter diesem Namen weiter bekannt geworden.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Merkmale">Merkmale</h2></div>
<p>Es handelt sich um Arten mit grabender Lebensweise und dafür abgewandeltem Körperbau. Männchen und Weibchen sind sehr verschieden gebaut (<a href="Sexualdimorphismus" title="Sexualdimorphismus">Sexualdimorphismus</a>).
</p><p><i>Cooloola</i>-Arten sind zwischen ca. 2 Zentimeter (Männchen) und fünf Zentimeter (Weibchen) lange, kompakt gebaute Heuschrecken mit langen, kräftigen Grabbeinen. Die Männchen sind recht hart sklerotisiert und hellbraun bis orange gefärbt, die Weibchen und <a href="Nymphe_(Zoologie)" title="Nymphe (Zoologie)">Nymphen</a> weichhäutig und cremefarben bis elfenbeinweiß. Die Antennen sind kurz und bestehen aus nur zehn Gliedern (obwohl die Art zu den <a href="Langf%C3%BChlerschrecken" title="Langfühlerschrecken">Langfühlerschrecken</a> zählt). Bei den <a href="Mundwerkzeuge" title="Mundwerkzeuge">Mundwerkzeugen</a> sind die Mandibeln langgestreckt sichelförmig und an räuberische Ernährung angepasst. Die Innenladen (Laciniae) der Maxillen sind messerförmig und, ungewöhnlich für Heuschrecken, länger als die Mandibeln; möglicherweise werden sie beim Graben eingesetzt. Die Komplexaugen des Männchens sind normal entwickelt, beim Weibchen sind sie in der Größe stark reduziert, aber normal pigmentiert und wohl funktionsfähig. Der Rumpf ist hochgewölbt mit verlängerten <a href="Pleura_(Insekten)" title="Pleura (Insekten)">Pleuren</a> und Coxen. Die Männchen besitzen kurze, schuppenförmige Deckflügel und stark reduzierte Hinterflügel, die Weibchen sind flügellos. Alle drei Beinpaare sind im Verhältnis zum Rumpf kräftig, beim Männchen deutlich länger als beim Weibchen, und als Grabbeine ausgebildet. Dazu sind die <a href="Tibia_(Gliederf%C3%BC%C3%9Fer)" title="Tibia (Gliederfüßer)">Tibien</a> verbreitert und tragen am Ende große breite Zähne. Die Hinterbeine sind etwa genauso groß wie die Vorderbeine, die Tiere besitzen kein Sprungvermögen. Die <a href="Tarsus_(Gliederf%C3%BC%C3%9Fer)" title="Tarsus (Gliederfüßer)">Tarsen</a> der Männchen sind verlängert und etwas abgeflacht, die der Weibchen schmal mit weitgehend rückgebildeten Klauen, die Weibchen sind nicht imstande, auf der Erdoberfläche zu laufen. Der Hinterleib des Weibchens ist halbkugelig aufgetrieben. Die Cerci beim Männchen sind eingliedrig und stabförmig.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lebensweise">Lebensweise</h2></div>
<p>Alle Arten leben grabend in sandigem Boden. Sie wühlen sich in ca. 20 bis 50 Zentimeter Tiefe durch den losen Boden, ohne permanente Röhren oder Bauten anzulegen. Soweit bekannt, kommen weder die Weibchen noch die Nymphen jemals freiwillig an die Erdoberfläche. Die Männchen sind von September bis Dezember gelegentlich an der Erdoberfläche anzutreffen und können in dieser Zeit mit <a href="Bodenfalle" class="mw-redirect" title="Bodenfalle">Bodenfallen</a> nachgewiesen werden. Lebenszyklus und Entwicklung sind fast unbekannt, allgemein wird von einer langsamen, möglicherweise mehrjährigen Entwicklung ausgegangen. Die Nymphen können bei Berührung ein klebriges Sekret absondern, das möglicherweise der Verteidigung gegen Fressfeinde dient.
</p><p>Alle Arten gelten als überwiegend räuberisch. Im Labor waren sie mit <a href="Mehlw%C3%BCrmer" class="mw-redirect" title="Mehlwürmer">Mehlwürmern</a> am Leben zu halten. Beute im natürlichen Habitat könnten z.&nbsp;B. Regenwürmer und <a href="Scarabaeidae" class="mw-redirect" title="Scarabaeidae">Scarabaeiden-Larven</a> sein. Alle Arten besitzen einen auffallend verlängerten Vorderdarm. Dies wurde als Anpassung gewertet, große Nahrungsmengen speichern zu können, um so Mangelzeiten zu überdauern.
</p><p>Wie die Geschlechter einander finden, ist nicht bekannt. Die Arten verfügen weder über Organe zur Lautproduktion noch über Hörvermögen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lebensraum">Lebensraum</h2></div>
<p>Alle Arten bevorzugen vegetationslose oder schwach bewachsene, oft von Bäumen überschirmte Sandflächen. Sie meiden aber trockenen Sand und scheinen ein hohes Feuchtebedürfnis zu besitzen. <i>Cooloola propator</i> und <i>Cooloola dingo</i> wurden an Gewässerufern gefunden, <i>Cooloola pearsoni</i> in beschattetem Dünensand nahe der Meeresküste. Die Funde von <i>Cooloola ziljan</i> stammen aus einer <a href="Zuckerrohr" title="Zuckerrohr">Zuckerrohr</a>-Plantage. Man nimmt an, dass die Art dorthin vor relativ kurzer Zeit aus Uferhabitaten vorgedrungen ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verbreitung">Verbreitung</h2></div>
<p>Alle Arten sind auf den australischen Bundesstaat Queensland beschränkt. Die zuerst entdeckte Art <i>Cooloola propator</i> ist ausschließlich bekannt aus dem <a href="Great-Sandy-Nationalpark" title="Great-Sandy-Nationalpark">Great-Sandy-Nationalpark</a>. Sie kommt sowohl auf <a href="K%E2%80%99gari" title="K’gari">K’gari</a> als auch im Küstenstreifen (Cooloola National Park) vor, von dem die Gattung ihren Namen erhalten hat. <i>Cooloola pearsoni</i> lebt auf South Percy Island (<a href="Percy-Isles-Nationalpark" title="Percy-Isles-Nationalpark">Percy-Isles-Nationalpark</a>). <i>Cooloola dingo</i> wurde aus dem Weiler Dingo nahe dem <a href="Blackdown-Tableland-Nationalpark" title="Blackdown-Tableland-Nationalpark">Blackdown Tableland</a> beschrieben. <i>Cooloola ziljan</i> ist nur aus einem Zuckerrohrfeld nahe <a href="Bundaberg" title="Bundaberg">Bundaberg</a> bekannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Phylogenie">Phylogenie</h2></div>
<p>Die Cooloolidae gelten als relativ basale Ensifera. Sie besitzen viele Gemeinsamkeiten mit den <a href="Anostostomatidae" class="mw-redirect" title="Anostostomatidae">Anostostomatidae</a>, Gryllacrididae und <a href="Stenopelmatidae" title="Stenopelmatidae">Stenopelmatidae</a>, mit denen sie oft in einer Überfamilie vereint werden. Möglich wäre aber auch, dass diese Gruppen keine gemeinsame <a href="Klade" title="Klade">Klade</a> bilden, sondern unabhängige Entwicklungslinien darstellen<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Molekulare Daten (DNA-Sequenzen) liegen bisher nicht vor<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<ul><li>D.C.F. Rentz (1986): <i>The Orthoptera Family Cooloolidae, including description of two new species and observations on biology and food preferences</i>. Systematic Entomology 11: 231–246.</li>
<li>D.C.F. Rentz (1999): <i>Pearson's Monster, a new species of Cooloola Rentz from Queensland (Orthoptera: Cooloolidae)</i>. Journal of Orthoptera Research 8: 25–32.</li>
<li>Geoffrey M Clarke &amp; Fiona Spier-Ashcroft (2003): <i>A Review of the Conservation Status of Selected Australian Non-Marine Invertebrates</i>. Department of Sustainability, Environment, Water, Population and Communities. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.environment.gov.au/biodiversity/threatened/publications/action/non-marine-invertebrates/pubs/non-marine-invertebrates.pdf">PDF</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Darryl T. Gwynne (1995): Phylogeny of the Ensifera (Orthoptera): A Hypothesis Supporting Multiple Origins of Acoustical Signalling, Complex Spermatophores and Maternal Care in Crickets, Katydids, and Weta. Journal of Orthoptera Research No. 4: 203–218.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">M.C. Jost &amp; K.L. Shaw (2006): Phylogeny of Ensifera (Hexapoda: Orthoptera) using three ribosomal loci, with implications for the evolution of acoustic communication. Molecular Phylogenetics and Evolution 38: 510–530.</span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Cooloola?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: <i>Cooloola</i></a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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